03.12.2020
Jede Gemeinschaft braucht starke, selbstbewusste und verantwortungsvolle Mitglieder.

Mit dieser Motivation haben wir das ASMA Leadershipprogramm entwickelt.

Das Projekt ASMA "Aktive Stärkung muslimischer Akteur*innen" umfasst das Angebot eines Leadershipprogrogrammes für muslimische Akteur*innen und offene Austausch und Qualifizierungsformate. Das bereits etablierte "Netzwerk muslimischer Akteure in der sozialen und Gemeindearbeit", ist eines der Formate, dass bereits seit 2016 innerhalb des Wegweiser Projektes entstanden ist, dass innerhalb des Leadershipprogrammes ausgebaut wird.

Der Aufbau eines Leadershipprogrammes für muslimische Akteur*innen ist in dieser Form bundesweit einmalig. Durch die Stärkung der Selbstorganisation der muslimischen Communities durch die Qualifizierung und Empowerment der im Programm ausgebildeten "Community-Leader", wird aktiv die Muslimische Organisationsentwicklung vorangetrieben.
Durch die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagement und Stärkung der gesellschaftlichen Partizipation von und mit Geflüchteten möchten wir auch die Neuankömmlinge mit den etablierten muslimischen Organisationen zusammen bringen. Dazu sind die Schaffung von Austauschformaten (Safe(r) Space) über die Grenzen von Einzelorganisationen hinaus von wesentlicher Bedeutung. Neben den Präsenzveranstaltungen finden in Online Veranstaltungen und über Chatgruppen niederschwellige Vernetzung statt. Diese vielseitigen Ebenen der Vernetzung und Qualifizierung wirken zusammen auf bereits etablierte Organisationen, als auch auf von Ehrenamtlichen getragenen jungen Initiativen. Einzelberatungen sind innerhalb des Leadershipprogrammes ebenfalls vorgesehen und werden individuell unterstützend angeboten.

Durch das Leadershipprogramm erhoffen wir uns als Projektträger einen Beitrag für eine Stärkung der politischen Partizipation von muslimischen Akteur*innen und des gesellschaftlichen Zusammenhalts für Berlin und auch Bundesweit zu leisten.

Durch die Nutzung von digitalen Medienformaten und Veranstaltungen, verbessern wir die öffentliche Wahrnehmung des gesellschaftlichen und politischen Engagements von muslimischen Akteur*innen. Beispielhaft hierfür sind der Newsletter "Muslime machen das", der auf der Homepage abboniert werden kann oder auch die Porträts der "Community Leader*innen" auf Instagram mit ausführlichen Vorstellungen, der im Projekt ausgebildeten Akteur*innen.

Um zertifizierter "Community Leader*in" zu werden, muss man in den drei Modulen, die das Leadershipprogramm umfassen, die Mindestcreditpoints von 20 erreichen (20 CP in 3 Modulen).

Die drei Module sind:

Modul 1: Selfleadership

Modul 2: Communitymanagement

Modul 3: Organisationsentwicklung

Du möchtest dich für das Leadershipprogramm bewerben? Dann schicke uns eine Nachricht über "Kontakt".

Zu den Inhalten und Veranstaltungshinweise siehe ---Vorlesungsverzeichnis oder ---Events
01.07.2020

Berlin, 30. Juni 2020 – Rassistische Beleidigungen, Schmierereien an Moscheen, Brandanschläge, tätliche Übergriffe: Jeden Tag in Deutschland. Ein Bündnis aus mehr als 45 Organisationen – aber auch viele politische Entscheidungsträger*innen wie der Bundestagsabgeordnete Helge Lindh, die Bundestagsabgeordnete Christine Buchholz, der Filmregisseur und Fotograf Mirza Odabaşı oder der Journalist und Aktivist Tarik Tesfu machen antimuslimisch motivierten Hass und Übergriffe auf Muslim*innen im Rahmen der Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus anlässlich des Tags gegen antimuslimischen Rassismus (1. Juli 2020) zum Thema. Eine begleitende Plakatkampagne in vier deutschen Städten zielt darauf ab, das Schweigen zu Islam- und Muslimfeindlichkeit zu brechen.

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08.05.2020
Inssan e.V. hat auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen, Vernetzungstreffen, Empowermentworkshops und Schulungen anzubieten. Im Rahmen des Leadershipprogrammes vom Projekt ASMA werden Akteure aus den muslimischen Communities aus- und fortgebildet. Wir möchten euch als wichtige Akteure und Partner unserer Arbeit einen Überblick über die Veranstaltungen, die wir anbieten, geben.

Alle Angebote können einzeln besucht werden. Für diejenigen, die sich zum ASMA Leadershipprogramm angemeldet haben, ist es wichtig die Mindestpunkte in den einzelnen Modulen 1-3 (je 20 CP) zu erreichen.
 
Die Netzwerktreffen wenden sich an Akteure in der sozialen und Gemeindearbeit, die konkret in ihrer Funktion Verantwortung tragen bzw. tragen wollen. Bei Fragen und Unklarheiten bitte ich um eine Rückfrage.
 
Im Laufe des Jahres ergeben sich auch zusätzliche Termine, die wir dann auch rechtzeitig und auf den verschiedenen Kanälen kommunizieren. Besucht dazu unsere Homepage, Facebook und Instagram Seiten.
 
Veranstaltungen im Überblick:
 
März:
7.3. Netzwerktreffen muslimischer Akteure in der sozialen und Gemeindearbeit
Thema: Muslimische Wohlfahrtsarbeit und Organisationsentwicklung
Referent: Mohamad Hajjaj      
15 CP (Modul 3)

21.3. Schulung "Kommunikationstechniken und Konfliktmanagement"
Referentin: Fatma Erol-Kiliç (9.30-15.30)                                                                                                         
15 CP (Modul 2) Corona-bedingt verschoben 

April: 
18.4. Netzwerktreffen muslimischer Akteure in der sozialen und Gemeindearbeit
Thema: Medientraining zur Methode "Message Building"
Referentin: Alice Lanzke (9.30-15.30)          
15 CP (Modul 2) Corona-bedingt verschoben 

20.04. Webinar "Muslimische Organisationen in der Coronakrise - Fundraising und Strategien vor Ramadan"
Referent: Mohamad Hajjaj (18:00-20:00)
10 CP (Modul 3)

Mai:
13.5.  Webinar "Aktiv gegen Antimuslimischen Rassismus"
Referentin: Isabell Winter  (18.00-21.00) 
10 CP (Modul 1)

27.5. Webinar Steuerungsgruppe "Antimuslimischer Rassismus"     
(18.00-21.00)                                                                                                                                                                     
10 CP (Modul 2)
 
Juni:
20.06. Netzwerktreffen muslimischer Akteure in der sozialen und Gemeindearbeit
Thema: Medientraining zur Methode "Message Building"
Referentin: Alice Lanzke (9.30-15.30)          
15 CP (Modul 2)
 
August:
29.8. Netzwerktreffen muslimischer Akteure in der sozialen und Gemeindearbeit
Thema: Kommunikation der Macht 
Referentin: Fatma Erol-Kiliç (9.00-15.30)                                           
20 CP (Modul 1)
 
September:
7. & 8.9. Webinar
Thema: Selfcare & Psychohygiene
Referentin; Sanaa Laabich je von 18.00-21.00
10 CP (Modul 1) (Selfleadership) und 10 CP (Modul 2) (Community Management)
  
November:
7.11. Netzwerktreffen muslimischer Akteure in der sozialen und Gemeindearbeit,
Thema: Leader & Muslim                                            
20 CP (Modul 3)

20.11. (neuer Termin in Planung) Zertifikatsübergabe der ASMA Absolvent*innen 
 
Wichtig zu wissen:
  • Zusätzlich wird es Einzel- und offene Beratungsangebote geben, zu denen wir gesondert einladen.
  • Ort und Bestätigung der Teilnahme werden nach Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • aktuelles immer auf unseren Social Media Kanälen (siehe Signatur)
 
Auch Veranstaltungen, die über House of Resources besucht werden, werden für das ASMA Leadershipprogramm anerkannt und mit Creditpoints versehen. Bitte beim Veranstalter angeben und per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! angeben. Auf der Homepage findet ihr einen Überblick über die Veranstaltungen, die bei House of Resources angeboten werden.
 
Änderungen sind vorbehalten.
07.05.2020
Als Projektträger, der aus der Arbeit in und mit muslimischen Organisationen in der Stadt entstanden ist, haben wir zahlreiche Erfahrungen in der Beratung und Stärkung durch Angebote - wie Empowermentworkshop in den unterschiedlichen muslimischen Gemeinden - und sind als Projektträger gleichfalls mit Politik, Verwaltung, Stiftungen und anderen Akteuren aus der Zivilgesellschaft vernetzt und in Kooperation. Muslimische Organisationen stehen vor der Herausforderungen ihren eigenen hochgesteckten Zielen für die Gesamtgesellschaft einen wertvollen Beitrag zu leisten zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Gleichzeitig ihren Ansprüchen gerecht zu werden ihre (Selbst)Organisationsentwicklung professionell zu gestalten. Inklusive Prozesse dabei zu fördern, bei denen Frauen und Neuankömmlinge in den muslimischen Organisationen und Gemeinden einen nach ihren Ressourcen einen Beitrag leisten können, wäre für die kommende Jahre ein wichtiges Ziel für die Arbeit von Inssan. Mangelnde Ressourcen, aber auch die uneffektive Nutzung der selbigen, sind ein Hinderungsgrund für eine Entwicklung hin zu professioneller Arbeit. Politische und gesellschaftliche Partizipation von Muslim*innen zu gewährleisten, geht nicht ohne die Förderung und Anerkennung durch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten im Bürgerschaftlichen Engagement.

Laut unseren Erfahrungen bei Inssan e.V. und unserem Projektpartner House of Resources Berlin (Akademie der Ehrenamtlichkeit e.V.) engagieren sich Muslim*innen und nehmen aktiv an den gesellschaftlichen Prozessen teil. Das Projekt Wegweiser von Inssan e.V., dass in den letzte vier Jahren (2016-2019) durch das Partizipations und Integrationsprogramm gefördert wurde hat gezeigt, wie dringend Programme benötigt werden, in denen das Engagement gefördert und professionell begleitet wird. Im Wegweiser Projekt haben wir junge Erwachsene, vor allem aus den verschiedenen muslimischen Organisationen akquiriert und durch gemeinsame Workshops und Fortbildungen ausgebildet sich selbstständig für ihren Mentee zu engagieren.

Dabei haben wir festgestellt, dass der Community Ansatz die Mentor*innen aber auch Mentees geholfen hat, sich gegenseitig zu stärken und zu motivieren ihr Engagement und Selbstständigkeit zu fördern. Es haben sich neue Formate und Schwerpunkte entwickelt, die sich aus den jeweiligen Bedarfen der Teilnehmer*innen ergaben. Teambuilding, Austausch und die Möglichkeit sein eigenes Wissen einzubringen wirken sich positiv auf das Engagement aus. Ein gutes Beispiel für die positive Wirkung von Austausch- und Qualifizierungsformate bietet das Netzwerk muslimischer Akteure in der sozialen Arbeit, dass bereits seit 2016 zwei mal im Jahr statt findet. Diese Erkenntnisse aus unserer Arbeit möchten wir im neuen Projekt ASMA vertiefen und durch die Ausbildung von Community Leader*innen nachhaltig in den muslimischen Organisationen wirken.

Durch die Förderung eines organisierten und auf Nachhaltigkeit angelegten Engagement stärken wir die Akteure und damit auch ihre Organisationen. Ein weiteres Problemfeld ist die mangelnde Wahrnehmung und Anerkennung in der Gesamtgesellschaft der Gesellschaftlichen Teilhabe und Engagement der muslimischen Akteure. Seit 2017 haben wir gemeinsam mit den Akteuren des Netzwerktreffen den Newsletter "Muslime machen das" ins Leben gerufen.

Der Newsletter und eine damit verbundene Schulung durch die Neuen Deutschen Medienmacher wurde von House of Resources durch den Projektfond gefördert. Den Newsletter "Muslime machen das" möchten wir im Projekt ASMA regelmäßiger erscheinen lassen und einen breiteren Wirkungskreis - auch durch die Erweiterung auf neue Medienformate -bewirken. Sich einbringen für andere - kann auch ein Türöffner sein. Viele Junge Menschen erfahren dadurch ihre Fähigkeiten, erleben Hingabe, Erfüllung und einfach Spaß, in dem sie sich für andere stark machen. Wer Andere stärkt, fühlt sich selbst stark und erfährt eine echte Selbstaufwertung des eigenen Ichs. Wer seine Fähigkeiten kennt und diese ausbaut und durch neuerworbene Kenntnisse erweitert, fühlt sich gestärkt und stärk sein Umfeld.
 
Das Projekt ASMA "Aktive Stärkung muslimischer Akteur*innen" umfasst das Angebot eines Leadershipprogrogrammes für muslimischer Akteur*innen und offene Austausch und Qualifizierungsformate, wie das Netzwerk muslimischer Akteure in der sozialen und Gemeindearbeit, dass bereits seit 2016 innerhalb des Wegweiser Projektes entstanden ist.
07.05.2020
Mein Wohnsitz ist nicht in Berlin, darf ich trotz dessen am ASMA Leadership Programm teilnehmen?
 
Wir haben Bewerber*innen aus mehreren Bundesländern, so dass wir es auch ermöglichen wollen, dass Personen, die nicht in Berlin wohnen, daran teilnehmen können.
 
Werden meine Fahr- und Übernachtungskosten für die regelmäßige Teilnahme am Programm rückerstattet?
 
Fahr-und Übernachtungskosten können wir leider nicht übernehmen.
 
Muss ich an allen Schulungen und Veranstaltungen teilnehmen, um zum Ende hin mein Zertifikat zu erhalten?
 
Eine Teilnahme an allen Veranstaltungen ist nicht zwangsläufig, um die Zertifizierung zu erhalten, wichtig ist nur, dass die Mindestanzahl der drei Module 1.Selfleadership 2. Community Management und 3. Organisationsentwicklung erreicht wird.
 
Woher weiß ich wie viele Credit Points ich für eine besuchte Veranstaltung erhalte?
 
Die zu erreichenden Credit Points stehen im Vorlesungsverzeichnis hinter jeder Veranstaltung.
 
Gibt es in der aktuellen Corona Situation Webinare?
 
Aufgrund der aktuellen Corona Krise, mussten wir die Veranstaltungen bis auf weiteres verschieben. Wir bemühen  uns derzeit um digitale Alternativen.
Dazu erfahrt ihr näheres unter der Rubrik "Aktuelles"
07.05.2020

Natalia Amina Loinaz- Projektleiterin "ASMA- Aktive Stärkung muslimischer Akteure"

Nura Selo- Projektleiterin "Latinsani" und Projektkoordinatorin  "ASMA- Aktive Stärkung muslimischer Akteure"

 

04.07.2019

§ 1 Präambel


Die Mitglieder des Vereins “Inssan” geben sich
- geleitet von der gemeinsamen Überzeugung, der deutschen Verfassung und dem Islam, insbesondere ihrer Moral und Ethik verpflichtet zu sein
- einig darin, die Grundzüge der abendländischen Kulturprägung der europäischen Gesellschaften, die Rechtsstaatlichkeit und die demokratischen Grundwerte der deutschen bzw. der europäischen Gesellschaften, das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, die Verfassung des Landes Berlin zu respektieren
- ausgehend von der islamischen Soziallehre: für Freiheit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung, Demokratie, Mitverantwortung, Pluralismus, Menschenrechte und den Dialog der Kulturen eintretend
folgende Satzung:


§ 2 Name und Sitz


1. Der Verein führt den Namen „Inssan“.
2. Er hat seinen Sitz in Berlin und ist in das Vereinsregister eingetragen.


§ 3 Gemeinnützigkeit

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
2. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
3. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.
4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.


§ 4 Zweck des Vereins

1. Zweck des Vereins ist ein Beitrag zur bewusstseinsstärkenden Aufklärung der Muslime und Nicht-Muslime zur positiven Gestaltung der friedlichen Zukunft unserer Gesellschaft. Es soll die verantwortungsbewusste, konstruktive Integration der hier in Deutschland lebenden Menschen, vor allem der Muslime, durch die aktive Miteinbeziehung in die Gesellschaft erreicht werden. Der Verein versteht sich als gesellschaftlicher Begegnungs- und Kommunikationsraum, in dem die gemeinsamen Interessen der in Deutschland lebenden Menschen wahrgenommen werden. Dieses soll im Sinne von gegenseitigem Respekt und Anerkennung erfolgen und somit ein pluralistisches, friedliches Miteinander ermöglichen, welches gemeinsam gestaltet und verfolgt wird.
2. Der Verein arbeitet für die integrative Etablierung und Aufbewahrung der elementaren ethischen Grundlagen der islamisch geprägten Lebensweise, welche als Teilkultur in die deutsche Gesellschaft auf religionsfreiheitlicher Basis friedlich eingeführt werden soll.

Dafür will der Verein:

A. sich im Sinne der Völkerverständigung insbesondere der Förderung des interkulturellen und interreligiösen Dialoges, dem Frieden der Völker sowie der Toleranz und der Freiheit des Geistes auf allen Gebieten der Kultur widmen. Die Vereinsarbeit fördert die wechselseitige Achtung von Menschen verschiedener Herkunft, kultureller und geschlechtlicher Identität und politischer Meinung, sowie die politische und kulturelle Gleichstellung der Menschen.

B. Bildung durch geeignete Maßnahmen, wie informative, aufklärende Veranstaltungen und Aktivitäten fördern. In diesem Sinne kann der Verein ein Träger von integrativen Einrichtungen wie Kindergarten, Jugendzentrum und Bildungseinrichtungen sein.

C. die Wohlfahrtspflege seiner Mitglieder und anderer wahrnehmen. Durch Beratung und Betreuung möchte der Verein den Bürgern eine integrative Orientierung zur Verfügung stellen, und sie insbesondere in kritischen Situationen unterstützen. Dafür wurde eine Beratungsstelle eingerichtet.

D. „ im Sinne § 53 AO“ seine Tätigkeit darauf richten, insbesondere behinderte und ältere Menschen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind, selbstlos zu unterstützen und ihre eingetretene Notlage zu beseitigen oder zu linderen.

E. die Pflege der Kunst und Kultur fördern.

F. sich für die Förderung der Wissenschaft einsetzen. Der Verein fördert die Wissenschaften durch fächerübergreifende Forschungsvorhaben von besonderer wissenschaftlicher und gegebenenfalls praktischer Bedeutung, insbesondere in Bezug auf Integration, Aufklärung und Toleranz.

G. Sich der Förderung der Religion, insbesondere der Pflege des islamischen Glaubens und dessen Lehre und Wahrung der islamischen Werte widmen.

H. Eine möglicht enge Zusammenarbeit mit anderen, sich für die gleichen Ziele engagierenden Vereinen, Organisationen und Institutionen sowohl auf nationaler, europäischer wie internationaler Ebene entwickeln.

I. Ziel des Vereins ist es, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Im Einzelnen werden hierzu vom Verein z.B. folgende Konzepte angestrebt:

Zu A: Völkerverständigung u. a.:

1. Seminare, Vorträge und Workshops zur Förderung der Kommunikation.
(Training) für ein besseres Selbstverständnis und Verständnis der anderen Kulturen z.B. den Grundlagen abendländischer Kultur etc. Dies soll u.a. durch Weiterbildungsveranstaltungen und Gesprächkreise zu aktuellen Themen erfolgen.
2. Organisation von multikulturellen Treffen.

Zu B.: Bildung u. a.:

1. Förderung des Schulerfolges durch z.B. kostenlosen Nachhilfeunterricht und Erlernen von Lerntechniken
2. Unentgeltliche Sprachkurse wie z.B. Deutsch, Englisch mit EDV Unterstützung
3. Unentgeltliche Computerkurse

Zu C.: Wohlfahrtspflege u. a.:

1. Pflege, Betreuung und Unterstützung zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben von Familien und älteren Menschen sowie eventuell Weiterleitung an die zuständigen Einrichtungen.
2. Treffen und Training Betroffener zur friedlichen Konfliktbewältigung und Steigerung sozialen Kompetenz durch Rollenspiele, Gesprächskreise, Kommunikationstraining und ähnliches.
3. Beratung, Training und Vermittlung zu kompetenten Trägern von Schulabgängern und Arbeitslosen, insbesondere Jugendliche.

Zu D.: Mildtätige Zwecke u. a.:

1. Integrative Betreuung von behinderten Kindern insbesondere aus großen Familien.

Zu E.: Kunst und Kultur u.a.:

1. Ausstellungen über die verschiedenen Kunstarten
2. Theatervorführungen
3. Kulturelle Filmabende
4. Folkloreabende

Zu F.: Wissenschaft u. a.:

1. Unterhaltung einer öffentlich zugänglichen Bibliothek und Informationsstelle.
2. Die Untersuchung durch fachlichen Arbeiten von sozialgesellschaftlichen Phänomenen wie:

a) die Ursachen der sozialen Isolation in konservativen ImmigrantInnenfamilien
b) Ist die Entkulturalisierung eine Vorraussetzung der Integration?

3. Die sozialwissenschaftliche Entwicklung von integrativen Konzepten durch Fachwissenschaftler über z.B.

a) Bürgerrechtliche Erziehung
b) Menschliche Werte in säkularen Gesellschaften
c) Islam und Menschenrechte
d) Zeitnahe Veröffentlichung von den dadurch entstandenen Studien.

Zu G.: Religion u. a.:

1. Verrichtung des islamischen Gottesdienstes
2. Unterweisung von islamischen theologischen Glaubensinhalten der hier lebenden Muslimen u. a. in der Form eines Religionsunterrichts für die Muslimische Gemeinde. Eventuell wird ein interreligiöser Unterricht mit anderen Religionsgemeinschaften geplant und geführt.

Zu I: Antidiskriminierung:

1. Der Verein unterstützt und fördert Gerichts- und Beschwerdeverfahren zur Durchsetzung der Rechte von Personen, die von Rassismus oder Diskriminierung betroffen sind. Davon umfasst ist auch die Aufklärung und Beratung im Hinblick auf verbraucherschutzrechtliche Fragen im Zusammenhang mit Diskriminierung und Rassismus. Der Verein ist befugt eine rechtliche Beratung im Sinne des § 23 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) sowie außergerichtliche und gerichtliche Unterstützung gegen Diskriminierung anzubieten.


§ 5 Mitgliedschaft


1. Dem Verein können natürliche Personen als Mitglied angehören. Über einen Mitgliedsantrag entscheidet der Vorstand. Bei Ablehnung durch den Vorstand kann durch den Antragsteller Berufung bei der Mitgliederversammlung eingelegt werden. Diese ist schriftlich durch den Vorstand über den Berufungsantrag zu informieren.
2. Fördermitglieder: Jede natürliche oder juristische Person, die die Ziele und Zwecke des Vereins unterstützt, kann Fördermitglied werden und erhält Informationen über die Tätigkeit des Vereins. Fördermitglieder entrichten einen monatlichen Mitgliedsbeitrag, über dessen Höhe jedes Mitglied selbst entscheidet. Fördermitglieder haben kein Wahlrecht.
5. Ehrenmitglieder: Der Vorstand hat die Möglichkeit, Ehrenmitglieder zu ernennen. Hierzu ist die Zustimmung der Mitgliederversammlung erforderlich. Ehrenmitglieder haben kein Wahlrecht.
6. Die Mitgliedschaft ist nicht übertragbar. Die Ausübung der Mitgliedsrechte kann nicht einem anderen übertragen werden.
7. Beendigung der Mitgliedschaft: Die Mitgliedschaft endet
a) mit dem Tode des Mitglieds - sie ist nicht vererblich,
b) durch freiwilligen Austritt. Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Dies ist nur unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten möglich,
c) durch Ausschluss durch den Vorstand wegen Beitragszahlungsrückstand von mehr als sechs Monaten.
d) durch Ausschluss durch den Vorstand wegen vereinsschädigenden Verhaltens.
8. Berufung bei Ausschluss: Gegen den Ausschluss steht dem Mitglied die Berufung an die Mitgliederversammlung zu, die schriftlich binnen eines Monats an den Vorstand zu richten ist, der innerhalb von drei Monaten diese einberuft. Über den Ausschluss entscheidet dann die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder.


§ 6 Beiträge


Über die Höhe und die Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge entscheidet die Mitglieder-Versammlung.


§ 7 Organe des Vereins


Organe des Vereins sind
1. Die Mitgliederversammlung
2. Der Vorstand
3. Der Aufsichtsrat
4. Der Beirat


§ 8 Mitgliederversammlung


1. Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ des Vereins.
2. Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören insbesondere
A. Wahl und Abwahl des Vorstandes ,
B. Wahl und Abwahl von Aufsichtsratsmitgliedern,
C. Wahl eines Kassenprüfers,
D. Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates,
E. Bestimmung der Geschäftsordnung des Vereins.
F. Beschlussfassung über die Berufung eines ausgeschlossenen Mitglieds bzw. die Berufung einer als Mitglied abgelehnten Person.
G. Festsetzung der Höhe und der Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge,
H. Beschlussfassung über die Änderung der Satzung einschließlich der Änderung des Vereinszwecks,
I. Beschlussfassung über die Grundsätze für die Erstattung von Aufwendungen (Reisekosten usw.),
J. Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins.
2. Mindestens einmal im Jahr findet eine Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand ist zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung verpflichtet, wenn mindestens ein Fünftel der Mitglieder dies verlangt.
3. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt als den Mitgliedern zugegangen, wenn es an die letzte dem Verein bekannt gegebene Anschrift gerichtet war.
4. Anträge über die Abwahl des Vorstands, über die Änderung der Satzung einschließlich der Änderung des Vereinszwecks und über die Auflösung des Vereins, die den Mitgliedern nicht bereits mit der Einladung zur Mitgliederversammlung zugegangen sind, können erst auf der nächsten Mitgliederversammlung beschlossen werden.
5. Die Mitgliederversammlung wird von einem von ihr zu bestimmenden Versammlungs-leiter geleitet.
6. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Bei Abstimmung entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Die Abwahl des Vorstandes, Satzungsänderungen einschließlich der Änderung des Vereinszwecks können nur mit Zweidrittelmehrheit beschlossen werden.
7. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Protokollführer und Mitgliederversammlungsleiter zu unterzeichnen ist.


§ 9 Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus mindestens drei und maximal sieben Personen, die von der Mitgliederversammlung bestellt und abberufen werden sowie zusätzlich der/m Geschäftsführer/in als geborenes Vorstandsmitglied. Die genaue Anzahl der Vorstandsmitglieder legt die Mitgliederversammlung fest.
2. Der Vorstand bestimmt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden.
3. Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Jeweils Zwei seiner Mitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt.
4. Die Erteilung von Vollmachten zur rechtsgeschäftlichen Vertretung ist zulässig. Details sind in der Geschäftsordnung geregelt.
5. Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins in eigener Verantwortung gemäß der Geschäftsordnung.
6. Der Vorstand wird für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Der Vorstand bleibt solange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.
7. Der Vorstand kann während seiner Amtszeit nur durch Wahl eines neuen Vorstands abgewählt werden.
8. Der Vorstand kann eine/n Geschäftsführer/in bestellen. Er ist vor dem Vorstand verantwortlich und an seine Weisungen gebunden.
9. Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, wird ein neues Vorstandsmitglied durch den Vorstand ernannt. Das nachgerückte Vorstandsmitglied muss auf der nächsten Mitgliedervollversammlung bestätigt werden.


§ 10 Der Aufsichtsrat

Es kann bei Bedarf ein Aufsichtsrat gebildet werden.


§ 11 Der Beirat

1. Der Beirat setzt sich aus Personen des öffentlichen Lebens zusammen, die vom Vorstand berufen werden.
2. Der Beirat berät und unterstützt den Vorstand.


§ 12 Geschäftsjahr und Rechnungslegung

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das erste Geschäftsjahr endet am 31.Dezember des Gründungsjahres.
1. Der Vorstand hat bis zum 31. März jeden Jahres für das vergangene Geschäftsjahr den Jahresabschluss aufzustellen.
3. Die Prüfung des Jahresabschlusses erfolgt durch den von der Mitgliederversammlung bestimmten Kassenprüfer. Dieser hat jederzeit das Recht, die Vereinskasse und die Buchführung zu überprüfen. Über das Ergebnis der Prüfung ist der Mitgliederversammlung Bericht zu erstatten.


§ 13 Protokollierung

Über alle Sitzungen, gleich welcher Organe, sind schriftliche Protokolle zu erstellen, in denen insbesondere die Anträge und das Ergebnis der Abstimmungen hierüber festzuhalten sind und vom jeweiligen Leiter der Sitzung zu unterzeichnen sind. Die Protokolle sind vom Vorstand aufzubewahren und den Mitgliedern auf Wunsch zur Einsicht zur Verfügung zu stellen.


§ 14 Verfahrensgrundsätze

1. Beschlüsse werden, soweit in der Satzung nichts anderes bestimmt ist, mit einfacher
Mehrheit gefasst.


§ 15 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur von einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung mit 3/4 Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.
Bei Auflösung oder Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für die Förderung des Islamischen Lebens in Deutschland.